Grillen wie die Profis

Fleisch über dem Feuer zu rösten, ist eine uralte Methode der Nahrungszubereitung, sie wurde schon vor 300 000 Jahren von unseren Vorfahren praktiziert. Das beweisen unter anderem die versteinerten Fleischreste in der Holzkohle alter Feuerstellen. Die von Forschern entdeckten ältesten Grillstellen bei Peking und in Frankreich zeigen außerdem, dass auch damals schon auf heißen Steinen gegrillt wurde.

Mittlerweile ist der Mensch nicht mehr auf das Feuer angewiesen - jetzt grillt er zum Vergnügen. Das Grillen umweht noch immer ein wenig Abenteuer - das gefährliche Feuer beherrschen, rohes Fleisch über der Glut wenden...

Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill - bitte glauben Sie den Profis, es spielt wirklich keine Rolle, aus welcher Quelle der Grill seine Hitze bezieht.

Tipp - Grillen im Winter

 

In den Wintermonaten nehmen viele Baumärkte Holzkohle und Holzkohle-Briketts aus dem Sortiment - für die Beschaffung von Brennstoff bitte somit mehr Zeit einplanen. Bei einem Gasgrill empfiehlt es sich immer eine zweite, volle Gasflasche in Reserve zu haben. Oft ist die Gasflasche leer wenn es am schönsten ist.

Hat man keinen Grillanzünder im Haus, eignen sich Eierkartons gut als Anzünder. Die „Hütchen“ aus dem Eierkarton heraus trennen und mit der Spitze nach oben in den Grill stellen. Dann die Holzkohle darüber geben und die Eierkartons anzünden.

Für das Grillen im Winter würde ich Holzkohle empfehlen. Man kann schneller mit dem eigentlichen Grillen beginnen und grillt meist Kurzgebratenes. Wenn der Grillabend im Winter länger dauern soll, kann man auch Holzkohle und Briketts mischen.

Im Winter sind Grillgeräte mit Deckel zu empfehlen. Durch den Deckel bekommt das Grillgut die Hitze auch noch von oben und kühlt nach dem Wenden an der Oberseite nicht aus. Aber auch wenn der Grill keinen Deckel hat, kann man einen großen Kochtopf umgekehrt über den Grillrost stellen.

Der Grill muss gerade im Winter stabil stehen und je nach Bodenbelag sollte man aufpassen, dass es nicht glatt ist und man durch Ausrutschen den Grill umwirft (z.B. Eis auf der Terrasse). Den Grill nicht in der Nähe von brennbaren Sträuchern, Bäumen oder Hecken aufstellen. Im Herbst und Winter sind trockene Sträucher und Hecken sehr leicht entzündlich.

In den Wintermonaten wird es viel früher dunkel. Also für ausreichende Beleuchtung sorgen. Dies schafft eine gemütliche Atmosphäre und der Grillmeister kann auch besser den Garzustand seines Grillguts erkennen.

In den Wintermonaten sind viele Fleischtheken nicht mehr auf mariniertes Grillgut eingestellt. Am besten selbst marinieren. Ketchup und Fertiggewürze eignen sich gut als Marinade. Es ist ausreichend, wenn das Fleisch nur 2 Stunden in dieser würzigen Marinade im Kühlschrank mariniert wird. Gerade beim Grillen im Winter sollte das Grillgut aber nicht zu lange im Freien gelagert werden.

Das Grillgut zwei Stunden vor dem Grillen aus dem Kühlschrank nehmen, damit es nicht zu kalt auf den Grill kommt. Es würde sonst außen verbrennen und innen ist es noch nicht gar.